Thursday, July 31, 2014

Blue Mountains






Seit Dienstag sieht man die Blue Mountains auf der anderen Seite!!
Es gab einen fürchterlichen Regen, und seitdem stehen sie da imposant auf der anderen Seite. Unfassbar, dass sie 3 Wochen nicht zu sehen waren und doch so groß und nah sind
(2500 m hoch, 40 km entfernt)

(Fotos folgen)



Tuesday, July 29, 2014

Montag 28. Juli

Unsere Gäste heute (von gestern bis morgen) sind sehr nett.
Eine deutsche Alleinreisende, und außerdem ein ugandisches Pärchen. Sie ist eine Nichte des Königs von Bunyoro (das Königreich, das uns hier umgibt. Uganda besteht aus diversen Kingdoms mit unterschiedlichen Sprachen und Königen und Völkern).


Die Ugander haben nachmittags einen Ausflug in die Fischerdörfer Kyehoro und Kaiso gemacht und dort Fisch gekauft; den gabs abends dann als Vorspeise. 

Wir haben nachmittags einen Ausflug "Wandern im Regen" gemacht, mit dem grünen Landrover, so dass man wirklich klatschnass wurde, *besonders* beim Fahren. Die Gewitter hier sind beeindrucken
Eigentlich sollte hier ja grade Trockenzeit sein, aber die Seasons sind ziemlich unberechenbar geworden, sagt man. Wie auch in Thailand, Indien etcetera.


Außerdem hab ich neben der Lodge ein Stückchen Fell mit Fellgrund dran von meinem geliebten Resident Rabbit gefunden. Das hat mich recht unglücklich gestimmt, von wegen resident animals und rabbits überhaupt undsoweiter. 

Abends hab ich dann aber festgestellt, dass Resident Rabbit zwar immer einzeln auftritt, jedoch trotzdem aus mehreren Kaninchen besteht -- zum gleichen Zeitpunkt konnte ich 3 davon an verschiedenen Stellen ausmachen. 
Sehr gut :)

Noch später habe ich am Pool Katzenstreitgeräusche gehört -- mit der Taschenlampe konnten wir dann erkennen, was es war: ein längliches marderförmiges quirliges Tierchen mit Leopardenfell. Wunderschön! 






Jetzt hätte ich hier gerne ein Genet-Baby als Maskottchen. Das wird dann bestimmt auch nicht vom Monitor-Lizard oder Baboon gefressen (wie die Pet Duikers), weil es zu flink und scharfzahnig ist. 

Saturday, July 26, 2014

Für die Spender ans Xavier-Projekt: Hier die erste Benutzung der Computer und Handys

Das hier sollte eigentlich nicht in diesem Blog sein, sondern auf 
refugeesfromcongo.weebly.com
... bloß kann ich hier in Uganda "aus Sicherheitgründen" nicht auf Weebly zugreifen!!

Hier sieht man die Leute vom Xavier Project beim Babbel-Englisch-Lernen mit einigen von den gespendeten Devices. 






25.7. (Dritte Woche)




Fr. 25. Juli  19:44

Ich mache später zeitliches Backtracking mit diesem Blog; heute fange ich mit einem Schreibe-Köpfer an.

Letzte Nacht hat es die ganze Zeit geregnet, bis zum Morgen. Wahrscheinlich ist der Regen schuld an den Lake Flies - die sind heute überall. Schwaden und Horden von Lakeflies überall draußen, über dem Rasen, ein bisschen hier in der 2nd floor lounge. Hier oben leuchtet der Rechner, darum kommen sie und setzen sich auf den Bildschirm und schwirren mir ins Gesicht. Aber komischerweise kommen sie weniger in überdachte Räume, sogar wenn die Seiten offen sind. Unser Restaurant-Raum ist fast Lakeflie-frei, obwohl die Eingänge doch offen sind. Und vor allem: Lake Flies stechen nicht. Garüberhauptnicht. 

Mittags hat Markus eine dieser grünen kleinen Schlangen im Männerklo entdeckt; mittlerweile hat er kein bißchen mehr Angst davor - wir wollten nur unbedingt Fotos davon machen, wie die kleine Schlange sich um den Spiegel überm Waschbecken herumwindet, sich selber im Spiegel betrachtet, züngelt und nervös wird. 

Heute war insgesamt ein sehr guter Tag. Es gab genug Ruhe und genug zu tun; ich habe mit Janet (der einen Putzdame) und mit Caroline (der einen Köchin) gesprochen;  mit Janet war’s easy, weil ich sie befördern möchte: sie putzt ihren Bereich gut (Lounge und Restaurant, öffentliche Toiletten) und kann eigentlich am besten die Putz-Verantwortung für die ganze Lodge übernehmen; das heißt: Personalverantwortung für James und Catherine, die beiden Zimmer-Putzer, beide recht neu und junior. 

Caroline war eher ein Problemgespräch, das bedarf mehr Erklärung. Caroline ist eine aufrechte Frau, die besonders durch ihre Haltung und Art zu sprechen schön wird (ist sie auch ohne das schon, aber es würde sonst nicht auffallen). Sie hat 2 kleine Kinder: dein kleinen Ashraf, fast 2 Jahre alt, ein Schokobaby, das herumtapst und gerne meine Finger festhält; und Destiny, die ist ein Baby, die noch gestillt werden muss.
Nun hat Bruce (der Besitzer) es nicht gern, wenn Caroline ihre Kinder mit hierher bringt. Aber durch ihre Arbeitszeiten - als Köchin hat man Pausen zwischen den Mahlzeiten und muss oft lange bleiben - und weil Destiny noch so klein ist, müsste Caroline sonst immer eine Stunde zurück ins Dorf laufen, um das Baby zu füttern. Macht keinen Sinn, aus unserer Sicht. Wir brauchen sie hier, und ihre Kinder sind einfach nur niedlich. Aber: Bruce ist sehr entschlossen dabei; er sagt: wenn sie ihre Kleinkinder mitbringt, dann machen das bald alle, und wenn alle das machen würden, wo kämen wir denn da hin … und etcetera.   
Caroline war schon früher einmal entlassen worden, weil sie den Gärtner Tony in die Schulter gebissen hat (der hatte behauptet, sie würde versuchen, ihn zu vergiften). Nach 2 oder 3 Monaten hat sie aber gebettelt (sagt Bruce), ihren Job wiederzubekommen, und hat ihn wiederbekommen unter der Bedingung, dass sie ihre Kinder höchstens hinten in den Staff Quarters lässt mit einer selbstbezahlten Nanny als Betreuung. 
Naja, dies als ein Problem, dann das schlechte Essen gestern (und manchmal) als ein anderes, und die Frage, ob in der Küche geklaut wird, als drittes. In den letzten 8 Tagen wurden pro Tag mehr als 1 kg Zucker verbraucht und ständig neu gekauft. Dabei hatten wir im Schnitt vielleicht 4 Gäste am Tag. Ich weiß auch nicht, ob das hinhauen kann — Dessert und Maracuja-Saft sind tatsächlich ziemlich überzuckert — Markus glaubt, da muss etwas geklaut werden, von wem auch immer. Carolin sagt nein. Dass sie es nimmt, glaube ich auf keinen Fall. 

Wir haben heute 2 Iren, ein älteres Paar, von Tullow zu Gast; das ist eine Oil Company, die an der Öl-Förderung hier in der Gegend beteiligt ist. 
Die Ölfelder, die sie unterm Albert-See gefunden haben, sind einerseits für die gute neue Teerstraße hierher verantwortlich; aber andererseits zerschneidet die Straße mehr als nötig das Game Reserve. Es ist wahrscheinlich die beste Straße in Ostafrika; und noch gibt es keine Speedbumps, um die Leute zum Langsamfahren zu bringen. Es werden viele Tiere totgefahren; ich hoffe, bisher noch keine Menschen. 

Als Bruce dieses Game Reserve eröffnet hat, in Kooperation mit der UWA (Ugandan Wildlife Authority), gab es hier fast kein Wild, die Ebene war voll mit Vieh. 50 Kob (Uganda Lob, Wahrzeichen-Antilope, sehr schöne Tiere) und 2 Warzenschweine, das war’s. 
Heute, ca 10 Jahre später, gibt es ungefähr 6000 Kob und ungezählte Tausende von Warzenschweinen (die immer so lustig den Schwanz nach oben aufstellen, wenn sie wegrennen - damit folgende Schweine sehen, wo’s langgeht!), außerdem Waterbuck (diese zotteligen großen Antilopen, die selbst Löwen nicht essen mögen, hab ich gehört - sie schmecken schlecht) und Bushbuck (die haben eine Zeichnung wie Rehkitze, mit weißen Fleckchen) und auch 3 oder 4 Büffelherden. 
Es gibt kaum Raubtiere; nur ein paar Servalkatzen (ich hab noch keine gesehen), Janet cats (Cenet Cats?) und ein paar wenige Leoparden. 
Weil es kein National Park ist und keine gefährlichen Tiere gibt, darf man im Kabwoya Game Reserve (so heißt das hier) alleine rumlaufen, soviel man will. In den Nationalparks darf man normalerweise überhaupt nicht rumlaufen; es gibt “guided walks” mit einem bewaffneten Ranger, oder die meiste Zeit macht man halt Game Drives: tagelang im Auto sitzen und rumfahren; anhalten wenns was gibt. Wir waren gerade in Murchison Falls National Park, da sind wir viel rumgefahren. Ich bin froh, dass wir hier laufen oder reiten können.

Es gibt 3 Pferde: den großen, alten Wallach Tango; die mittelalte  kleine weiße nervöse Stute Diana, und seit kurzen auch die kleine Nok Noi. Die ist erst frisch eingeritten, lebhaft, zutraulich und reibt wahnsinnig gerne ihre Nase an anderen Leuten. Nok-Noi hatte eigentlich einen anderen Namen (ich weiß ihn nicht — der Horseguide Alex hat gesagt, es wäre sowas wie “Hatred”, aber das wage ich zu bezweifeln); aber dann hat Bruce’s thai Girlfriend auf dem Pony mal das Reiten ausprobiert. Sie heißt Nok (auf Thai: Vogel) und hat das Pferdchen dann Nok Noi genannt: kleiner Vogel.

Wir sind letzte Woche fast jeden Tag oder jeden zweiten Tag ausgeritten; abends in der Savanne, mit Alex auf Diana (sie ist schwierig!), ich auf Tango meistens, Markus auf Nok Noi. 
Tango ist angenehm groß und auch ziemlich ruhig, aber er hat einen fürchterlichen Trab. Schüttelt dich durch.
Nok Noi ist lebhaft und manchmal zickt sie; also: sie braucht Führung; aber ihr Trab ist wunderbar weich, und Trab ist die schwierigste Gangart.
Ich habe  eigentlich eine Pferdeallergie, aber (entgegen meiner Erwartung) habe ich hier noch nie wirklich Allergie bekommen. Ein vereinzelter Nieser mal, aber nichts von all dem schlimmen Zeug: Kein Asthma, kein Ausschlag, kein Niesanfall. Manchmal nehme ich Antihistaminika, um keine Allergie zu bekommen. Manchmal (heute) aber auch nicht; und ich geh trotzdem zu den Pferden, um ihnen die Nase zu streicheln. (besonders Nok Noi).
Und nichts!! Ich habe trotz der drei Pferde, die hier überall rumlaufen und beinahe an die Bar kommen, zehnmal weniger Allergie als zuhause, selbst ohne Katzen. 
Super :)







Markus und Ashraf, der kleine Sohn von Caroline. 
Er hält sehr gerne Finger fest und schaut ernst drein.



Saturday, July 12, 2014

Ungeordnetes aus der ersten Woche

Morgen ist es eine Woche, dass wir hier in der Lake Albert Lodge wohnen, und zwei Wochen, dass wir unterwegs sind. 


Ich werd hier wohl einfach ungeordnet ein paar kleine Geschichtchen und Gedanken schreiben; zum Sortieren und Filtern fehlen mir die AmComputerSitz-Nerven ;)

After all, surprisingly, there's not that much spare time here every day,
and after all I spend quite some time at the computer. 

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Einer der ersten Tage. Bridget, die das Essen serviert, bringt die Teller. Markus, wie gewohnt, steht auf und sagt "I just go to wash my hands quickly"; ich schließe mich an.
Bridget ruft: "No! No!" 
Wir beide verblüfft.
Bridget: "I will bring fork and knife now!"
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Die Ugander müssen sich in diesen Tagen alle registrieren, um einen Pass oder eine National ID zu bekommen. Bisher gab es gar keine richtige Volkserfassung - die Kongolesen, die hier über die Grenze kamen, konnten sich einfach beim Dorf-Vorsitzenden für ca 7 Euro das Recht kaufen, eine Hütte zu bauen, und könnten dann in der Woche drauf direkt an den Wahlen teilnehmen. 

Markus drove the employees down in the old Landrover to the registration office to get the application forms, so they could appear as a whole group (or company) and wouldn't have to stand in the line with everybody else for hours. 
When the officials were asking around who was who and also worked for Lake Albert Lodge, they came to Markus. He said "I'm just the driver." Apparently then everbody laughed their asses off :)

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 _______________Bilder aus der ersten Woche____________________________


In Kampala vorm Deutschland - Frankreich - Spiel (WM)
Wunderbarer Ort zum Schauen: 
Der Hof, den sich das Goethe-Institut und die Alliance Française teilen.







Auf dem Weg von Kampala zur Lodge: Obststände
(hier gibts noch was zu kaufen! Das hört dann bald auf)





Angekommen.
Am Cliff vor den Cottages. 
Ich hab keinen Sonnenbrand, es ist nur heiß.



Vor dem Hauptgebäude (Bar, Restaurant) aufm Hof 




Tango, Diana und Nok-Noi
zwischen Hauptgebäude und Nebengebäude




Aussicht vom Garten hinterm Hauptgebäude



Pool ohne monitor lizard












Reiten in der Lodge-Gegend




Nok-Noi, Tango, Diana



Monitor Lizard. 
Der kommt jeden Tag, trinkt ein bisschen und schwimmt dann ne Runde im Pool.






Terrasse vorm Hauptgebäude; 
bei klarem Wetter sieht man auch die Blue Mountains (DRC) hinterm See




Halbwegs klarer Abend.
Blue Mountains am Horizont.